Meisterstück Romeo & Juliet

Eine von Liebe und Verlust geprägte Geschichte

William Shakespeares „Romeo und Julia“ erzählt die tragische Geschichte eines jungen Liebespaars aus verfeindeten Familien – und gilt bis heute als eines der bedeutendsten Werke der englischen Literatur. Das Stück entstand zwischen 1591 und 1595 und gehörte bereits zu Shakespeares Lebzeiten zu seinen bekanntesten Arbeiten. Entscheidend ist weniger das „Was“ als das „Wie“: Shakespeare zeigt die erste Liebe als Ereignis, das plötzlich alles ordnet – und zugleich als Konfliktfeld zwischen persönlichem Verlangen und den Kräften, die dieses Verlangen disziplinieren, verbieten, ersticken wollen.

Gerade deshalb wirkt der Stoff weiterhin modern. Er ist keine museale Tragödie, sondern ein präzises Modell dafür, wie schnell sich das Intimste politisiert: Name, Herkunft, Loyalität – all das steht gegen zwei Menschen, die schlicht lieben. Der kulturelle Einfluss ist entsprechend ungebrochen und zeigt sich in zahllosen Adaptionen – im Theater, im Film, in Musik und Oper – immer wieder neu erzählt, weil das Grundmuster unverändert bleibt: Hoffnung in schönster Form, und der Verlust als Preis der Wirklichkeit.

William Shakespeares „Romeo und Julia“ sind die Verkörperung bedingungsloser Liebe bis in den Tod. Die Geschichte der beiden Liebenden, die an der Feindschaft ihrer Familien zugrunde gehen, gehört bis heute zu den relevantesten und bewegendsten Texten der Weltliteratur – gerade weil sie das Private gegen die Macht der Herkunft stellt. Montblanc widmet diesem Stoff die Meisterstück Romeo & Juliet-Kollektion und erzählt ihn nicht nach, sondern übersetzt ihn in Material, Gravur und Farbe.

Der Romeo gewidmete LeGrand Füllfederhalter denkt vom Schauplatz her. Er ist aus blaugrünem/teal-farbenem Edelharz gefertigt, um die „himmlische Aura des Gartens“ zu beschwören. Teal passt als Zwischenfarbe: nicht das demonstrative Tagesgrün, sondern ein Ton zwischen Blattwerk und Nacht – zwischen Kühle und Leben.

Dazu kommen platinbeschichtete Beschläge. Sie geben dem Stift eine klare, elegante Kontur. Man sieht: Gartenwärme im Farbton, Präzision im Metall. Auf der Kappe liegt ein fein gearbeitetes Blattmuster. Darin sitzt eine zarte Rose. Sie ist nicht Dekor, sondern Symbol: Julias Hoffnung, dass die Liebe nicht durch Name, Erbe und Familienlogik getrübt wird – so wie der Duft einer Rose bleibt, auch wenn die Umstände sich ändern. Diese Bedeutung sitzt am richtigen Ort: auf der Kappe, am Anfang jeder Zeile.

Die Feder trägt die literarische Signatur: handgefertigt aus massivem 585er Gold, mit der Prägung „Romeo“ in einem von einem Dolch durchbohrten Herzen, umrahmt von sternförmigen Strahlen. Liebe als Licht – und dennoch verletzbar.

Handgefühl und Format: Der LeGrand ist spürbar präsent: 146,1 mm lang, 17,8 mm im Durchmesser, 29,99 g schwer. Er liegt satt und ruhig in der Hand. Er wirkt wie gemacht für den Brief, nicht nur für die Notiz.

 

Der Classique Füllfederhalter ist Juliet gewidmet. Die cremefarbene „Juliet“-Edition setzt auf leise Intelligenz: Nicht das Ornament, sondern die Anspielung führt. Romeo nennt Julia in der Balkonszene (II/2) den „holderen Engel“ – und genau daraus wird das Motiv: feine Federgravuren auf Kappe und Korpus aus Edelharz, ergänzt durch Akzente in Signature Gold, die Julias „himmlische“ Anmut nicht behaupten, sondern reflektieren.

In Akt II, Szene 2 – der Balkonszene – kippt Romeo und Julia vom heimlichen Schwärmen in das große, riskante Sprechen. Romeo steht im Dunkel des Gartens, Julia erscheint „oben“, und noch bevor sie ihn bemerkt, hört er ihre Stimme. Dann dieser Satz, der die Szene wie ein Lichtkegel fixiert: „She speaks. O, speak again, bright angel“ – und in der klassischen Schlegel-Übersetzung: „Horch! Sie spricht. O, sprich noch einmal, holder Engel!“

Wichtig ist, was Romeo damit macht: Er nennt sie nicht einfach „schön“, er hebt sie in eine Sphäre, die Shakespeare sofort ausmalt – als „wingèd messenger of heaven“, als geflügelten Himmelsboten über den „white-upturnèd wond’ring eyes“ der Sterblichen. Das ist die Tonart der Szene: Nacht, Staunen, Überhöhung – und eine Liebe, die sich in Bildern von Flügeln, Licht und Himmel verständigt.

Genau hier sitzt die Logik der cremefarbenen „Juliet“-Edition. Montblanc macht aus dem „bright angel“ keinen plakativen Engel, sondern eine Materialmetapher:

  • Elfenbein-/cremefarbenes Edelharz wirkt wie gebündeltes, warmes Licht – nicht kaltweiß, sondern so, wie Kerzenschein Haut und Stoff in der Nacht „aufhellt“.
  • Die Signature-Gold-Akzente setzen das Glänzen dazu, ohne in reines Bling zu kippen: eher Heiligenschein als Scheinwerfer.
  • Und das zentrale Zeichen ist konsequent gewählt: das Muster der gefiederten Engelsflügel auf der Kappe, ausdrücklich inspiriert von Romeos Bitte „O, rede noch einmal, glänzeder Engel!“

Damit wird der Stift der Szene erstaunlich gerecht: Er trägt nicht den Garten, sondern den Moment der Verwandlung – vom Mädchen zur Erscheinung, vom Flüstern zum „Sprich noch einmal“. Und auch die Feder führt die Symbolik fort: Montblanc beschreibt die handgefertigte 585er-Goldfeder mit der Prägung „Julia“ im von einem Dolch durchbohrten Herzen, umrahmt von strahlenförmigen Elementen. Das bleibt im Ton der Tragödie, ohne die Zartheit zu verlieren. Handgefühl und Format: Der Classique misst 139,5 mm in der Länge, 13,8 mm im Durchmesser und wiegt 23,421 g. Er ist schlank und ausgewogen. Er kommt schnell zur Hand, ohne hektisch zu wirken. Ein Stift für Zeilen, die fließen sollen.

Romeo in Metall und Gartenlicht: Meisterstück Romeo & Juliet Doué LeGrand

Mit dem Doué LeGrand wird die Romeo-Idee noch einmal verdichtet. „Doué“ heißt hier: zwei Materialien, zwei Temperaturen. Der Korpus aus blaugrünem Edelharz erinnert weiterhin an die Gartenatmosphäre. Die platinbeschichtete Kappe setzt dazu eine kühl glänzende Bühne.

Auf dieser Kappe erscheint erneut die Rose im Blattmuster. Im Doué wirkt das Symbol konzentrierter, weil es im Glanz des Platins steht. Es sieht aus, als wäre die Erinnerung selbst bereits gefasst.

Auch an der Spitze wird der Ton präziser: Die Feder besteht hier aus massivem 750er Gold. Sie trägt die gleiche emblematische Prägung: „Romeo“ im durchbohrten Herzen, gerahmt von sternförmigen Strahlen.

Handgefühl und Format: Der Doué LeGrand ist das „schwerere Kapitel“: 144,3 mm lang, 17,8 mm im Durchmesser, aber 46,439 g schwer. Das verändert das Schreiben spürbar. Der Stift liegt satter. Der Strich wird ruhiger. Das Gewicht arbeitet mit. Ein Füller für Sätze, die nicht nur entstehen, sondern gesetzt werden

Precious Resin Romeo LeGrand

Romeos Edition denkt vom Schauplatz her: Der Garten der Capulets (II/2) wird zum zentralen Motiv – jenem Moment, in dem Julia, unbeobachtet geglaubt, ihr Inneres preisgibt. Teal-farbenes Edelharz für Kappe und Behälter, dazu eine Blattgravur auf der Kappe: eine subtile Hommage an diese intime Szene, in der sich Liebe und Unruhe gleichzeitig zeigen.

 Doué Romeo LeGrand

Auch hier bleibt das Motiv, doch die Materialität gewinnt eine zweite Stimme: Neben den charakteristischen Elementen der Precious-Resin-Version tritt eine platinierte Kappe, die dem Blattwerk eine kühle Eleganz gibt. Und oben, auf der Krone, setzt Montblanc den Akzent, der in dieser Kollektion immer wiederkehrt: das Emblem, eingefasst von rotem Edelharz – eine knappe, sehr kontrollierte Anspielung auf die Farbe der Liebe.

In Akt II, Szene 2 – der berühmten Balkonszene – ist der Ort nicht bloße Kulisse, sondern dramaturgischer Motor: „Capulet’s orchard“, der abgeschirmte Garten hinter der Mauer, in den Romeo sich hineinstiehlt. Dort unten, im Dunkel der Bäume, hört er Julia sprechen, bevor sie überhaupt weiß, dass er da ist; oben am Fenster erscheint sie „above“, und aus dem privaten Monolog wird in Sekunden ein Dialog, der alles beschleunigt: Bekenntnis, Risiko, Verabredung.

Das Stück macht diese Szene berühmt, weil sie aus Nacht und Garten eine Lichtmetapher baut: „But, soft! what light through yonder window breaks? / It is the east, and Juliet is the sun.“ Romeo sieht nicht nur eine Geliebte – er sieht Morgen. Genau dieses „Gartenlicht“ greift Montblanc beim Meisterstück Romeo & Juliet LeGrand auf – nicht als Illustration, sondern als Farbentscheidung: Der Füllfederhalter ist in teal-/blaugrünem Edelharz ausgeführt, „um die himmlische Aura des Gartens zu beschwören“. Teal ist dafür die passende Zwischenfarbe: nicht das satte Tagesgrün, sondern ein Ton zwischen Blattwerk und Nacht, zwischen Kühle und Leben – so, wie dieser Garten zugleich Schutzraum und Gefahrzone ist.

Auch die Oberfläche „erzählt“ die Szene weiter. Auf der Kappe liegt ein fein gearbeitetes Blattmuster – als direkte Hommage an den Capulet-Garten – und darin eine zarte Rose, die Julias Hoffnung symbolisiert, dass ihre Liebe vom Familienerbe nicht beschmutzt werde, so dauerhaft wie der Duft einer Rose. Dazu treten platinbeschichtete Beschläge, die im Gesamtbild wie „Mondlicht“ wirken: ein kühler Glanz, der das Teal nicht bricht, sondern konturiert. So wird aus einer der intimsten Szenen der Weltliteratur eine sehr konkrete Designlogik: Garten als Motiv, Teal als Atmosphäre, Blattgravur als Ort, Rose als Versprechen – und der Stift trägt das alles nicht auf, sondern hält es fest, Zeile für Zeile, in der Hand.

Oben auf der Krone setzt Montblanc den Akzent, der in der Kollektion immer wiederkehrt: das Emblem, eingefasst von rotem Edelharz – eine knappe, kontrollierte Anspielung auf die Farbe der Liebe.

Die Sprache der Farben

In der Montblanc-Kollektion „Meisterstück Romeo & Juliet“ wird das berühmte Liebespaar nicht erzählt, sondern gestaltet. Die Figuren werden über Farbe, Material und Gravur klar voneinander getrennt. Gleichzeitig ziehen sich gemeinsame Zeichen durch beide Editionen. Sie erinnern daran, dass Romeo und Julia als Paar gedacht sind – und dass ihre Geschichte nicht im Nebeneinander, sondern im Ineinander endet.

Julia: die lichte Figur

Julia erscheint in dieser Kollektion als helle, fast schwebende Präsenz. Montblanc setzt auf eine Ästhetik, die Reinheit und Verehrung sichtbar macht, ohne sie zu überladen.

Die creme- und elfenbeinfarbene Ausführung wirkt wie gebündeltes Licht. Sie bringt Ruhe in die Form und macht den Stift sofort „freundlich“. Dazu kommen goldene Akzente, die Wärme geben und die Figur noch stärker in Richtung des berühmten Bildes rücken, das Romeo in der Balkonszene findet: Julia als „Engel“.

Dazu passt das zentrale Detail der Juliet-Modelle: die Kappe mit dem feinen Federmuster. Diese „Engelsflügel“ sind nicht bloß Dekor. Sie sind eine direkte Übersetzung jenes Satzes, mit dem Romeo die Szene öffnet: „Sprich noch einmal, holder Engel.“ Das Muster ist so gearbeitet, dass es je nach Licht anders wirkt – einmal sanft, einmal fast beweglich. Genau darin liegt die Eleganz dieser Interpretation: Julias Charakter entsteht aus einer leichten, kontrollierten Symbolik.

Romeo: der Garten bei Nacht

Romeo wird über den Ort definiert, an dem die Liebe überhaupt erst sprechen lernt: den Garten der Capulets. Montblanc übersetzt diesen Schauplatz in eine kühle, nächtliche Farbwelt.

Die dominante Farbe ist Teal, ein Blaugrün, das zwischen Blattwerk und Nacht steht. Es ist kein lautes Grün, sondern ein Ton, der an Mondlicht erinnert. Dazu treten platinfarbene Elemente, die dem Ganzen Kontur geben: klar, kühl, präzise. Romeo wirkt dadurch nicht „dunkel“, sondern gesammelt.

Auf der Kappe findet sich das passende Zeichen: ein Blattmuster als Hommage an den Garten. Und in diesem Blattwerk erscheint häufig die Rose. Sie steht für Julias Hoffnung, dass Liebe unabhängig von Namen und Fehde bestehen könnte – so wie der Duft einer Rose nicht nach Herkunft fragt. Das ist ein schöner Kunstgriff: Romeo trägt in seinem Design ein Symbol, das aus Julias Welt stammt. Es macht die Editionen enger, als es die Farben zunächst vermuten lassen.

Gemeinsame Zeichen: Liebe, Bindung, Schicksal

So getrennt die Tonlagen sind – Creme und Gold hier, Teal und Platin dort –, die Kollektion arbeitet bewusst mit wiederkehrenden Motiven. Sie schaffen Verbindung, ohne die Figuren zu vermischen.

Am sichtbarsten ist die Farbe Rot. Sie taucht als wiederkehrender Akzent auf und markiert das Zentrum der Erzählung: Liebe als verbindendes Signal. Bei einzelnen Modellen ist etwa das Montblanc-Emblem auf der Krone von rotem Edelharz gerahmt. Rot wird damit zum gemeinsamen Nenner der Kollektion: nicht als Effekt, sondern als Zeichen.

So entsteht eine klare, positive Dramaturgie: Julia als Lichtfigur, Romeo als Gartenfigur – und dazwischen Rot als leise Klammer. Montblanc macht aus einem literarischen Stoff keine Illustration, sondern eine Formensprache. Und genau deshalb funktionieren diese Schreibgeräte: Sie sind neu, ohne modisch zu sein, und erzählerisch, ohne laut zu werden.

    So entsteht ein positives, gut lesbares Paar: zwei Schreibgeräte, die sich ergänzen. Und die zeigen, dass große Literatur manchmal am stärksten wirkt, wenn sie nicht erklärt wird, sondern in der Hand liegt.

     

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