Gustav Klimt – Ornament als Weltsprache

Es gehört zu den Konstanten der Kunstgeschichte, dass bestimmte Werke ihren Ursprung im Atelier verlieren und zu kulturellen Signaturen werden. Gustav Klimts Gemälde gehören zu diesen seltenen Fällen. Kaum ein anderer Künstler des Wiener Jugendstils verband ornamentale Strenge, symbolistische Aufladung und moderne Abstraktion so selbstverständlich wie er. Die Montblanc Masters of Art Homage to Gustav Klimt greift diese Haltung auf – nicht als dekorativen Effekt, sondern als konzentrierte Annäherung an einen Künstler, der die Regeln seiner Zeit bewusst hinter sich ließ.

Klimt war ein Grenzgänger, noch bevor dieser Begriff in Mode kam. Ausgebildet im akademischen Kanon, distanzierte er sich früh vom repräsentativen Historismus, der das kulturelle Wien des späten 19. Jahrhunderts prägte. Mit der Gründung der Wiener Secession setzte er ein Zeichen für künstlerische Autonomie: ein Bruch mit Konventionen, der nicht durch Lautstärke, sondern durch Konsequenz wirkte. Die Secession verstand Kunst nicht als repräsentatives Ornament der Gesellschaft, sondern als eigenständige Sprache – und Klimt wurde zu ihrer markantesten Stimme.

Die Montblanc-Edition folgt diesem Gedanken mit bemerkenswerter Disziplin. Die Proportionen des Schreibgeräts orientieren sich am Goldenen Schnitt, jener mathematischen Harmonie, die in der Malerei Klimts immer wieder auftaucht, ohne sich aufzudrängen. Der Korpus greift Strukturen des berühmten „Kuss“-Gemäldes auf; die Formen – Kreise, Wirbel, geometrische Segmente – erscheinen unter transparentem blauem Lack als abstrahierte Zitate, nicht als Illustrationen. Der Farbton nimmt Bezug auf das Porträt Emilie Flöges von 1902, jenem Werk, das mit seiner Mischung aus Ornament und Kontur eine neue Phase in Klimts Schaffen einleitete.

Der Clip des Schreibgeräts interpretiert das Motiv aus „Pallas Athene“, einem Schlüsselwerk für Klimts Hinwendung zum Symbolismus. Die geschwungenen Linien, die in drei Spiralen enden, erinnern an das Metallornament des originalen Bilderrahmens. Es ist ein leiser Verweis, der nur sichtbar wird, wenn man ihn sucht – ein Prinzip, das Klimts Kunst selbst kennzeichnete. Auch die grüne Intarsie am Konus besitzt historische Tiefe: Sie zitiert die Farbe der Zeitschrift Ver Sacrum, mit der die Secession ihren programmatischen Anspruch artikulierte.

Die Feder, aus massivem 750er Gold gefertigt, trägt eine Gravur, die sich auf die Eule der Athene bezieht – ein Symbol für Wissen und Einsicht, zugleich ein architektonisches Motiv am Gebäude der Secession. Man könnte meinen, Klimt selbst hätte eine solche Verbindung zwischen Mythos, Ornament und Wirklichkeit geschätzt.

In der Hand liegt das Schreibgerät mit einer Ruhe, die man von Montblanc kennt. Das Gewicht ist so verteilt, dass es den Schreibfluss unterstützt, ohne zu dominieren. Die Oberfläche wirkt glatt, aber nicht glänzend, der Übergang zwischen Lack und Metall ist präzise gearbeitet. Beim Schreiben entsteht jener leise Kontaktpunkt zwischen Feder und Papier, der nicht Ausdruck von Technik ist, sondern von Balance. Die Edition orientiert sich damit weniger an klimt’scher Opulenz als an dem Prinzip, das sie ermöglicht: Konzentration.

Klimts Bedeutung für die Moderne lässt sich schwer auf eine Formel bringen. Sein Werk ist weder ausschließlich dekorativ noch rein symbolistisch; es ist der Versuch, Form und Gefühl, Ornament und Figur, Mythos und Gegenwart in ein Gleichgewicht zu bringen. Die Montblanc Masters of Art Homage arbeitet nicht mit dem Anspruch, diese Komplexität zu „erklären“. Sie registriert, übersetzt, reduziert – und nähert sich Klimt damit genauer an, als es eine illustrierende Nachbildung könnte.

Dass ein Schreibgerät diesen Dialog eröffnet, ist keine Selbstverständlichkeit. Doch gerade im Kleinen lässt sich jene Haltung erkennen, die Klimt zu einem der prägenden Künstler seiner Zeit machte: das Beharren auf der Freiheit des Ausdrucks und das Vertrauen in die Kraft der Form. Die Edition verweist auf diesen Ursprung, ohne ihn auszustellen – und bewahrt damit den Ton, der Klimts Werk bis heute begleitet: eine stille, aber nachhaltige Modernität.

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