Bild wurde mit ChatGPT von Open AI erstellt (c)
Der vorliegende Beitrag beschreibt die neueste Ergänzung der Montblanc Great Characters Edition: eine limitierte Edition, die der ikonischen Rockband Queen gewidmet ist. Diese Serie ehrt Persönlichkeiten, die ganze Generationen beeinflusst haben, und sieht die Band, insbesondere durch das bahnbrechende Album A Night at the Opera von 1975, als würdige kulturelle Konstante. Das Schreibgerät vermeidet einfache Nachbildungen und übersetzt stattdessen die Ästhetik der Band durch subtile, architektonische Designelemente, wie abstrahierte Harlekin-Muster und die reduzierte Viererstruktur der Kappe, die das Quartett symbolisiert. Ein zentrales biografisches Zitat findet sich im Clip des Stifts, der die ikonische Pose von Freddie Mercury mit dem halbierten Mikrofonständer aufgreift – eine Reminiszenz an eine Panne, die zum Markenzeichen wurde. Weitere Details zitieren die Gitarre von Brian May, und die Edition ist passend zum Bezugsalbum auf 1975 Exemplare limitiert, womit sie eine stille, interpretierende Hommage darstellt.
Rockgeschichte als Schreibkultur
Great Characters Homage to Queen Limited Edition 1975
Wenn Objekte Geschichten erzählen, dann geschieht das oft leise. Sie sind keine Lautsprecher, sondern Resonanzkörper. Einer dieser Fälle ist die neue Great Characters Homage to Queen – Limited Edition 1975. Ein Schreibgerät, das sich nicht mit dem üblichen Repertoire aus Ziergravuren und edlen Materialien zufriedengibt, sondern sich als kleine Bühne begreift: für eine Band, deren ästhetischer Zugriff bis heute nachhallt.
Montblanc knüpft damit an die eigene Linie der Great Characters Edition an – jene Serie, mit der das Haus Persönlichkeiten würdigt, die das Denken, Fühlen und Handeln ganzer Generationen veränderten. Ob Gandhi, Einstein oder Lennon: Immer geht es um Figuren, die Weltbilder verschoben. Ihre Handschrift findet sich nun, ganz im Wortsinn, in Objekten fortgeführt, die sich dem Geist dieser Menschen verpflichtet sehen.
Königinnen ohne Krone – Queen als kulturelle Konstante
Dass nun Queen – jene Formation aus Mercury, May, Deacon und Taylor – Aufnahme in diese Reihe findet, wirkt nur folgerichtig. Die Band war mehr als ein musikalisches Phänomen. Sie war ein ästhetisches Experimentierfeld. Ihre Bühnenauftritte zwischen Glamour, Operngeste und fast mathematischer Präzision lösten sich früh von den damals üblichen Rockkonventionen.
A Night at the Opera, das Album von 1975, das dieser Edition als Bezugspunkt dient, war ein stilistischer Befreiungsschlag. Es verband orchestrale Dramatik mit ironischer Überhöhung – und schuf mit Bohemian Rhapsody eine Struktur, die bis heute als Unikum gilt.
Was hier im Studio entstand, war weniger Musik als ein mehrdimensionales Kunstprojekt.
Ein Füllhalter, der Details spricht
Die Limited Edition versucht nicht, diese Opulenz zu imitieren. Sie übersetzt sie. Und zwar mit einer Zurückhaltung, die fast höflich ist. Schwarz und Weiß – nicht als Farbspiel, sondern als Prinzip. Die strenge Geometrie des Korpus nimmt Andeutungen jener Harlekin-Anzüge auf, die Mercury so gern trug. Doch sie tut es ohne Reproduktion. Die Muster sind grafisch gebrochen, abstrahiert, beinahe architektonisch.
Die Kappe spielt mit einer reduzierten Viererstruktur – ein Echo auf jene vier Musiker, die nur im Zusammenspiel ihre volle Kraft entfalteten. Kein Porträt, kein Abbild, nur die angedeutete Ordnung eines Quartetts.
Die Feder, aus einer Goldlegierung gefertigt und rhodiniert, ist bewusst zurückgenommen. Ihre Gravur wirkt wie ein lineares Motiv, das sich nicht aufdrängt, sondern begleitet – wie die ruhige Linie eines Gitarrenlaufs unter Mercurys Stimme.
Das bestgehütete Detail – der Clip
Der Clip, meist Nebensache eines Schreibgeräts, erhält eine unerwartete biografische Dimension.
Er zitiert nicht einfach Mercurys Bühnenrequisit, sondern eine fast vergessene Episode:
Bei einem frühen Auftritt in den 70er-Jahren löste sich der obere Teil des Mikrofonständers. Mercury, statt zu improvisieren, wie man es erwarten würde, spielte weiter – nur mit dem halben Ständer. Aus der Panne wurde eine Pose, aus der Pose ein Markenzeichen. Der halbierte Mikrofonständer wurde so sehr Teil seiner Präsenz, dass man ihn später kaum noch ohne dieses Requisit denken konnte.
Der Clip greift genau dies auf. Er ist leicht verjüngt, minimal nach vorne geneigt. Eine winzige Reminiszenz an jene Unvollkommenheit, die später als Stilsicherheit wahrgenommen wurde. Eine ästhetische Fußnote, die sich kaum jemand bewusst macht – und die genau deshalb besticht.
Mechanische Zitate und musikalische Architektur
Der Konus, die kleine Metallkappe am unteren Ende, trägt eine feine Riffelung. Sie erinnert an die Regler von Brian Mays legendärer Gitarre, der „Red Special“. Ein technisches Zitat, das so dezent gesetzt ist, dass man es eher spürt als sieht.
Der Korpus wiederum entsteht aus einem mehrschichtigen Metallkern, der lackiert, poliert und gehärtet wird – ein Prozess, der eher an Instrumentenbau erinnert als an die Fertigung eines Schreibgeräts.
Handwerk, Material, Limitierung
Montblanc arbeitet hier mit einer Materialkombination, die sich nicht mit reiner Wertigkeit begnügt.
Es geht um Haptik: Metall, das unter den Fingern Gewicht zeigt.
Um Oberfläche: ein PVD-beschichteter Mantel, matt und tief.
Um Feinstarbeit: Gravuren, die unter Vergrößerung entstehen und eine Hand benötigen, die nicht zittert.
Die Edition ist auf 1975 Exemplare begrenzt – ein Verweis auf das Jahr des Albums. Die Nummerierung ist weniger Sammlerflirt als Kapitelmarke: ein Hinweis darauf, dass dieses Objekt Teil eines größeren Erzählzusammenhangs ist.
Warum das alles wirkt
Es liegt am Zusammenspiel von Erinnerung und Objekt.
Dieser Füllhalter ist kein Nostalgieprodukt. Er ist eine Deutung. Eine stille Würdigung eines Moments, in dem Musik ihre Form sprengte und zu etwas Größerem wurde.
Er trägt keine Hymne, kein Zitat, kein Abbild. Und doch erkennt man in ihm die Haltung einer Band, die das Risiko immer höher schraubte – bis etwas Neues entstand.
Ein Schreibgerät als Miniaturbühne: für die Geste, den Kontrast, die Freiheit.
In München zu sehen
Wer das Stück selbst erleben möchte, findet es bei ellenwoods in der Sendlingerstraße 65. Dort lässt sich prüfen, wie sich diese Hommage in der Hand anfühlt, wie das Licht auf dem Lack tanzt, wie der Clip klingt, wenn man ihn berührt – kleine Momente, die man schriftlich nicht einfangen kann.





